Schwimmbad

Schwimmbadtechnik Hesselbach GmbH

In Deutschland gilt das Infektionsschutzgesetz. Demnach müssen alle Schwimmbäder, egal ob öffentlich oder privat genutzt, so aufbereitet sein, dass sie die Gesundheit nicht schädigen. Das kann in erster Linie dadurch geschehen, dass Keime und Bakterien sich im Wasser festsetzen und während des Badens auf den menschlichen Organismus übergreifen. Deshalb muss das Wasser im Schwimmbecken entsprechend gereinigt und aufbereitet werden.

Dazu gibt es zwei unterschiedliche Wege, zum einen die chemische Wasseraufbereitung, bei der mittels Chlor, Sauerstoff und weiteren Zugaben das Wasser keimfrei gemacht wird. Zum anderen die Wasseraufbereitung mit physikalischen Methoden mittels eines Filtersystems. Erst das Zusammenspiel von beiden Methoden führt am Ende nicht nur zu einem sichtbar sauberen Ergebnis, das Wasser ist auch von unsichtbaren Schadstoffen befreit und so lässt sich das Schwimmbad gefahrlos  nutzen.

Darstellung des Wasserkreislaufs eines privaten Schwimmbeckens

Wasserkreislauf bei privaten Schwimmbecken

Das Wasser im Schwimmbecken benötigt eine ausreichende Pflege und dazu gehört neben einer mechanischen Filterung auch die Durchströmung des gesamten Beckens sowie die Zugabe von Frischwasser, die Desinfektion und die pH-Wert-Regelung. Letztere beeinflusst die komplette Wirkung der Desinfektion und ist deshalb ein wichtiger Parameter auf dem Weg zu einem klinisch sauberen Poolwasser. Chlor ist als Zugabe in allen Schwimmbecken unerlässlich und liegt entweder als freies Chlor vor, als hypochloride Säure oder als Hypochlorid-ION. Welche Variante zum Tragen kommt obliegt dem pH-Wert des Wassers. Je geringer der ausfällt, desto geringer fällt auch der Anteil hypochlorider Säure aus was dazu führt, dass die desinfizierende Wirkung ebenfalls abnimmt.

Kein anderer chemischer Stoff schafft eine so gute Desinfektion wie Chlor, denn es tötet nicht nur Bakterien ab, sondern auch Pilze und Viren. Inzwischen bietet der Handel auch chlorfreie Produkte an. Studien zeigen allerdings, dass die Wirkung dieser Ersatzstoffe bei Weitem nicht der des Chlors entsprechen und es deshalb oftmals nicht ohne die zusätzliche Beigabe von Chlor funktionieren kann, dass Poolwasser ausreichend zu desinfizieren.

Grundsätzlich ist es nicht empfehlenswert, die chemischen Substanzen eigenhändig in das Wasser zu geben. Das wäre nicht nur umständlich und aufwendig, es kann auch leicht zu Dosierungsfehlern kommen. Aus diesem Grund bieten Händler elektronische Dosieranlagen für den Pool an. Die übernehmen vollautomatisch gleich mehrere Aufgaben. Sie Regulieren den pH-Wert im Wasser, geben Wasserpflegemittel zu (Aktivsauerstoffdosierung) und regulieren die Chlordosierung.

Schwimmbadtechnik in einem Technikraum
Schwimmbadtechnik in Technikbox im Garten

Eine regelmäßige Kontrolle der Wasserqualität ist Pflicht

Hierbei ist die Wassermenge entscheidend für die korrekte Dosierung. Für öffentliche Schwimmbäder gilt die Regelung, dass pro Badegast 30 Liter Frischwasser pro Tag zugeführt werden müssen. Für private Schwimmbäder gelten diese strengen Richtlinien nicht. Trotzdem sollte eine ständige Durchmischung des Wassers stattfinden, damit eine konstante Wasserqualität gewährleistet werden kann.

Ohne regelmäßige Kontrolle des pH-Werts und des Chlorgehalts im Wasser geht es also nicht.
Da eine Veränderung der Wärme die Zusammensetzung der Stoffe im Wasser verändern kann ist es ratsam, eine konstante Temperatur anzustreben. Trübungen oder Verfärbungen sind Hinweise auf die sich verändernde Wasserqualität. Es besteht Handlungsbedarf!

Das Füllwasser selbst sollte natürlich vor der Einleitung auch frei von Verunreinigungen sein und der Trinkwasserverordnung genügen. Die einzige Ausnahme gilt für Becken, die zum Beispiel mit mineralhaltigem Wasser, Salzwasser und ähnlichem gefüllt sind.

Ohne eine Filteranlage ist es in Deutschland nicht erlaubt, ein privates oder öffentliches Schwimmbad in Betrieb zu nehmen. Je nach Größe des Beckens stehen dabei unterschiedliche Anlagen zur Verfügung, die das Herzstück der gesamten physikalischen Wasseraufbereitung bilden.

Die Aufgabe eines Filters besteht in erster Linie darin, alle Schwebstoffe aus dem Poolwasser zu entfernen. Die Verunreinigungen können dabei ganz unterschiedlicher Natur sein und entweder vom Badegast selbst verursacht werden durch Haare, Hautschuppen und Schweiß, aber auch von Außen in das Becken eingebracht werden durch Laub, Insekten und ähnliches. Damit die Wasserqualität nicht leidet ist es notwendig, all diese Stoffe und kleinsten Mikroorganismen herauszufiltern.

Je effizienter der verwendete Filter arbeitet, desto geringer fällt der zusätzliche Aufwand in Form der chemischen Wasseraufbereitung aus.

Moderne Filter stemmen gleich mehrere Aufgaben

Ein Filter arbeitet wie ein Sieb. Er gehört zu den ältesten Techniken zur Wasseraufbereitung. Besonders bewährt haben sich Sandfilter, denn die verfügen nicht nur über ein gutes Speichervolumen, die Filterlaufzeiten sind ebenfalls lang. Dadurch halten die Filter mehr Stoffe zurück und arbeiten effizienter. Grundsätzlich schaffen hochwertige Filter gleich mehrere Aufgaben. Sie befreien das Wasser von Feststoffen und anderen Kleinstorganismen. Der Fachmann unterscheidet drei Gruppen von Verunreinigungen:

Grobe Schwimmstoffe wie Grashalme, Haare, Insekten etc.

Grobdisperse Teilchen wie Hautschuppen, Sand- und Schlammpartikel in einer Größenordnung zwischen ab einem Millimeter

Kolloide Teilchen wie Speichel, Eiweiß oder Fett, die kleinsten filterbaren Teilchen

Dabei laufen unterschiedliche chemische und biologische Reaktionen ab. Deshalb muss jeder Filter regelmäßig gereinigt werden, sonst besteht die Gefahr, dass sich auf seiner Oberfläche Bakterien ansiedeln und diese wiederum das Wasser verkeimen. Ein Teufelskreis beginnt. Optimal arbeiten Mehrschichtfilter, denn dort durchläuft das Wasser viele verschiedene Ebenen und kann so besser gefiltert werden. Diese Filter sind im Gegensatz zu Einschichtfiltern nicht ganz günstig in der Anschaffung. Doch dieses Manko relativiert sich hinsichtlich der weniger aufwendigen chemischen Wasseraufbereitung und den damit verbundenen Kosten schnell wieder.

Welche Vorteile hat ein Mehrschichtfilter gegenüber eines Einschichtfilters?

  • längere Filterlaufzeiten
  • Filtrationsgeschwindigkeit erhöhbar
  • größere Feststoffmengen können aufgenommen werden
  • Filterwiderstand ist verringert
  • Durchbruchsicherheit ist erhöht
  • Filtratgeschwindigkeit besser und gleichmäßiger
  • geringerer Spülwasserverbrauch
  • mehr Sicherheit während Filterbetrieb
  • Flockungsmöglichkeit

Die Flockung des Poolwassers

Unter Flockung ist ein spezielles Filterverfahren innerhalb des Systems zu verstehen, mittels dem es auch möglich ist, Kleinstpartikel wie Schwebstoffe und Trübstoffe aus dem Wasser zu filtern. Damit das gelingt, wird ein Flockungsmittel eingesetzt. Das besteht aus bestimmten Salzen des Aluminiums, dem so genannten Aluminiumhydroxid. Das sorgt dafür, dass die Verunreinigungen zunächst entstabilisiert werden, um dann im nächsten Schritt ausfällen zu können und schließlich filtrierbar sind.

Rein physikalisch betrachtet sind die Schmutzteilchen negativ geladen, das Flockungsmittel aber positiv. Dadurch regt es die Schmutzteilchen an, sich zusammenzuballen. Die sind dann so groß, dass sie im Sand der Filteranlage hängen bleiben und so entfernt werden können. Wie gut das gelingt ist vom pH-Wert des Wassers, der Wassertemperatur und der Karbonathärte abhängig.

Aufgrund der Menge an Einflussfaktoren ist es nicht nur entscheidend, welche Filtertechnik beim eigenen Schwimmbad zum Tragen kommt sondern auch, wie gut der Einsatz des Filters regelmäßig kontrolliert wird. Je besser das gesamte System funktioniert, umso besser wird die Qualität des Wassers.

Sie haben weitere Fragen zur Wasseraufbereitung Ihres Schwimmbeckens? Dann nehmen Sie doch Kontakt zu uns auf. Wir beraten Sie gerne